>> Innovationsassistentin – EEG (Elektroenzephalographie)

Durch eine kontinuierlich verbesserte medizinische Betreuung, eine artgerechte Haltung sowie eine ausgewogene Ernährung erreicht eine Vielzahl von Pferden mittlerweile ein Alter von weit über 20 Jahren. Zwangsläufig ergeben sich daraus auch Altersbeschwerden, die den Bewegungsapparat, das Kreislauf- und Hormonsystem und auch das Zentrale Nervensystem betreffen.

Durch den Einsatz eines EEG können die medizinischen Prozesse der Gehirnaktivität am Pferd effektiv und optimal untersucht werden. Hinweise auf eine Hirnentzündung (Enzephalitis), erhöhten Hirndruck, erhöhte Aktivität der Großhirnrinde (Epilepsie) oder augefallene Hirnareale können diagnostiziert und degenerative Prozesse können durch eine genauere Therapie besser behandelt werden.

Die Anwendung eines geeigneten mobilen EEG-Verfahrens könnte zukünftig das Krankheitsbild ausreichend definieren und ermöglichen, in Verbindung mit den gezeigten Symptomen eine medizinisch korrekte Diagnose zu erstellen.

 

>> Magnetfeld unterstütztes Licht-Therapiegerät

Das Magnetfeld unterstützte Licht-Therapiegerät (MLT) ist ein medizinisches Gerät, das durch die synchrone Modulation von Magnetfeld und Licht die Wirkung der einzelnen Therapieformen erheblich verstärkt. Es wurde ursprünglich zur Beschleunigung von Heilungsprozessen bei Pferden entwickelt. Durch die Weiterentwicklung der Applikatoren konnte das MLT auch erfolgreich im Pferdesport zur schnelleren Regeneration der beanspruchten Muskeln und Sehnen eingesetzt werden.

 

>> HorseVetMed – Telemetrische Veterinär-Medizintechnik

Im Humanbereich ist die Telemedizin seit vielen Jahren Gegenstand der Forschung und Entwicklung. In der Veterinärmedizin sind solche Entwicklungen bisher erst in Ansätzen vorhanden.

Um diese Situation zu verbessern entstand von dem FEI Tierarzt Martin Grell und dem Professor Dr. Wolfgang Weinert ( Univerität Halle) der Plan, ein modernes Diagnose- und Therapiesystem zu schaffen.

Das Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung einer offenen, erweiterbaren Plattform zur digitalen Diagnose- und Therapieunterstützung in der Veterinärmedizin. Dafür werden Erkenntnisse aus den technischen Bereichen der Humanmedizin und der veterinärmedizinischen Forschung genutzt.

 

>> Herzdiagnostik im digitalen Zeitalter

Nicht jede Abweichung im Herzton entspricht einer krankhaften Veränderung und muss daher zwangsläufig zu geringerer Belastbarkeit führen. Für die Einschätzung der Belastungsgrenzen im Distanzsport wurde daher nach einer Möglichkeit gesucht, genauer zu diagnostizieren und Untersuchungs-Ergebnisse archivieren und reproduzieren zu können.

Die akustische Untersuchung mittels Phonocardiographie bietet die Möglichkeit, das Gehörte digital aufzuzeichnen und auf den Computer zu übertragen. Die Visualisierung der Herztöne und Archivierung zu Zwecken der Vergleichbarkeit stellt dabei eine deutliche Erweiterung der diagnostischen Möglichkeiten dar.

Die Möglichkeit, subjektive akustische Eindrücke sichtbar zu quantifizieren objektiviert die ambulante Herzdiagnostik. Daher arbeiten wir daran, diese Untersuchungsmethode weiter zu entwicklen.